Moxa: Lebensenergie durch Wärme des Beifuß (15-20 Min.)

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Die Moxa-Therapie (auch Moxibustion) ist eine Heilmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin. Auf ausgewählte Körperpunkte werden glimmende Kräuterkegeln gesetzt. Der Wärmereiz soll den Fluss der Lebensenergie Qi regulieren.

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Produktinformationen

Was geschieht bei einer Moxa-Behandlung?

Beim Moxen werden Akupunkturpunkte durch Erwärmung mit getrocknetem, glimmenden Beifuß gereizt. Beifuß (botanisch Artemisia vulgaris) ist eine seit Jahrhunderten bekannte Heilpflanze. Zum Moxen wird das Kraut getrocknet, sehr fein zu einer watteähnlichen Substanz zerrieben. Das zu Kegeln, Kugeln, Hütchen, einer Moxa-Zigarre oder Rolle gepresste Kraut wird bei der Moxibustion angebrannt, die Wärme reizt die ausgewählten Punkte.

Indirektes und direktes Moxen 

Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten der Anwendung. In China und Japan wird am häufigsten die direkte Moxibustion angewendet. Dabei setzt man Moxa-Kegel auf die zu behandelnden Bahnen direkt auf die Haut, brennt sie an und lässt sie glimmen. Bei dieser Form können kleine Brandwunden und Entzündungen entstehen, dieser Effekt ist gewollt. 

Bei der in der westlichen Welt gebräuchlicheren, indirekten Moxibustion werden zwischen Haut und Moxakraut etwa ein bis zwei Millimeter dicke Barrieren gelegt, die als Wärmeleiter und gleichzeitig als Isolator dienen. Zum Einsatz kommen je nach Beschwerden zum Beispiel Ingwer- oder Knoblauchscheiben. Im Bauchnabel wird häufig auf einer Lage Salz oder einer Schicht Heilerde gemoxt. 

Sobald der Patient einen Wärmereiz verspürt, wird der Moxa-Kegel zum nächsten Körperpunkt weitergeschoben. Im Laufe einer Behandlung wird jeder Punkt etwa sechs- bis achtmal erwärmt. 

Anwendungsgebiete der Moxibustion

In der TCM wird die Moxibustion als alleinige Methode oder in Kombination mit anderen Verfahren wie Akupunktur oder Schröpfen angewendet. Vor allem bei chronischen Erkrankungen und Beschwerden, bei denen der Patient ein Bedürfnis nach Wärme hat und die Beschwerden sich durch Wärme bessern, setzen TCM-Therapeuten die Moxibustion ein. So zum Beispiel bei:

  • körperlicher Schwäche nach schweren Erkrankungen
  • chronischer Bronchitis
  • Asthma
  • Erschöpfungszuständen
  • Ängsten
  • Depression
  • Schmerzen (Kopfschmerzen, Migräne)
  • Muskelverspannungen
  • chronischen Entzündungen des Magen-Darm-Trakts, der Blase oder im HNO-Bereich

Risiken und Nebenwirkungen

Eine Moxa-Behandlung sollte nur von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt und der Patient während der etwa 15 bis 20 Minuten andauernden Sitzung nicht allein gelassen werden. Hautrötungen durch die Wärmeeinwirkung sind gewollt.

Durch direkte Moxibustion oder durch das Herabfallen der glimmenden Moxamasse auf die Haut können sich Brandblasen und bleibende Narben bilden. Der beim Verbrennen des Beifußkrautes entstehende Qualm kann zudem die Atemwege reizen

Wann Moxa nicht angewendet werden soll

Moxibustion ist nach dem Verständnis der TCM ein Verfahren, welches die Selbstheilungskräfte des Körpers stimuliert. Das Verfahren eignet sich nicht bei akuten oder lebensbedrohlichen Erkrankungen, bei Fieber, Infektionen, bei Bluthochdruck oder starker Nervosität.

Die Moxibustion von Kindern ist umstritten und sollte wohlüberlegt sein. Am Kopf, im Gesicht und in der Nähe von Schleimhäuten darf die Moxibustion nicht vorgenommen werden. Dafür findet sie häufig Verwendung in der Nähe des Bauchnabels, der bei der Akupunktur nicht genadelt wird.